Mediation – Fragen und Antworten

Wie verläuft eine Mediation?

Eine Mediation verläuft in der Regel in fünf Schritten. Zunächst wird der Auftrag geklärt. Danach folgt die Informations- und Themensammlung. In einem weiteren Schritt beleuchten die Beteiligten ihre Interessen und Bedürfnisse. Darauf aufbauend entwickeln sie gemeinsam Lösungsvorschläge und suchen nach Vereinbarungen, die für alle tragfähig sind.

Einige Monate nach Abschluss der Mediation empfiehlt sich eine Nachsorge. Dabei können die Beteiligten gemeinsam auf den Mediationsprozess zurückblicken, die getroffene Vereinbarung würdigen und ihre Umsetzung besprechen. So lassen sich mögliche Hindernisse frühzeitig erkennen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.

Wie lange dauert eine Mediation?

Eine Mediation dauert in der Regel acht bis zehn Stunden. Je nach Situation kann sie kurz und intensiv an einem Tag, über eineinhalb Tage oder an zwei Halbtagen durchgeführt werden – oder sich über mehrere Wochen erstrecken.

Mehrere Sitzungen über einen längeren Zeitraum bieten den Vorteil, zwischen den Terminen Zeit und Raum zu haben, um über Positionen, Interessen und Bedürfnisse nachzudenken – über die eigenen und über jene des Gegenübers.

Neben längeren Mediationen biete ich auch kürzere, lösungsfokussierte Mediationsgespräche an.

Was kostet eine Mediation?

Eine Mediation umfasst in der Regel acht bis zehn Stunden, hinzu kommen etwa zwei Stunden Vor- und Nachbereitung. Ich rechne nach einem Stundentarif von 210 Franken ab (exkl. MwSt.). Die zu erwartenden Kosten liegen somit zwischen rund 1700 und 2500 Franken (exkl. MwSt.) und werden üblicherweise von den Beteiligten geteilt. Bei Aufträgen von Unternehmen und Institutionen vereinbare ich individuelle Honorare. Für die finanzielle Situation einzelner Privatpersonen lässt sich in begründeten Fällen eine Lösung finden – sprechen Sie mich an. Ein erstes telefonisches Informationsgespräch ist kostenlos.

Zusätzlich zum Honorar fallen Kosten für die Miete eines geeigneten Raums in Ihrer Nähe an. Vielerorts können Besprechungsräume bei Kirchgemeinden oder gemeinnützigen Organisationen günstig gemietet werden. Auf der Suche nach einem Raum bin ich Ihnen gerne behilflich. An verschiedenen Orten verfüge ich über gute und günstige Möglichkeiten.

Neutralität und Allparteilichkeit – allen möglichst fern, allen möglichst nah

Als Mediator bin ich gegenüber den Mediand:innen zugleich neutral und allparteilich. Das klingt zunächst widersprüchlich, ist es aber nicht – die beiden Begriffe beschreiben zwei verschiedene Beziehungsdimensionen.

Neutralität heißt: Ich stehe allen Beteiligten gleich fern. Ich bin mit niemandem befreundet oder verwandt, ich habe kein eigenes Interesse am Ausgang des Konflikts, und ich stehe keiner Person näher als den anderen.

Allparteilichkeit bedeutet gewissermaßen das Gegenteil: Ich unterstütze jede beteiligte Person dabei, ihre Positionen, Interessen und Bedürfnisse zu formulieren und zu vertreten. Damit bin ich jeder einzelnen Person möglichst nah.

Neutralität schafft die Distanz, die nötig ist, damit niemand sich übervorteilt oder benachteiligt fühlt. Allparteilichkeit schafft die Nähe, die nötig ist, damit alle gehört werden.

Diese Haltung – Distanz und Nähe zugleich zu suchen – ist mein Beitrag dazu, dass eine Mediation gelingen kann.

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